Ideen für neue Raspberry-Pi Projekte

Bisher habe ich meinen Raspberry-Pi für 3 Zwecke verwendet: Als Pi musicbox, als Mediacenter mit Raspbmc und für mein Webscraping Projekt.

Mit der Pi musicbox kann ich den Raspberry Pi an meine Stereoanlage anschließen und Musik über Spotify-Premium hören. Gesteuert wird das ganze über den Browser eines Smartphones oder PCs im gleichen Wlan-Netzwerk. Diesen Job hat jetzt ein ausgemustertes Smartphone mit installierter Spotify-App übernommen.
Raspbmc macht aus dem Raspberry Pi ein Media-Center, das an den Fernseher angeschlossen werden kann. Es ermöglicht den Zugriff auf alle möglichen Medien (Musik, Filme, Fotos) z.B. von Netzwerkfestplatten und wird ebenfalls per Smartphone oder Tablet PC gesteuert. Um Urlaubsfotos von der Netzwerkfestplatte zu gucken, brauche ich jedoch keinen Raspberry Pi – das kann mein SmartTV schon selbst.
Das dritte Projekt (Radiosong-Webscraping Projekt mit dem Raspberry Pi) ist jetzt beendet. Daher suche ich neue Aufgaben für den kleinen PC.

Momentan reizt mich folgende Idee: Ein Info-Center für das Haus.

Der Raspberry Pi wird an ein Display angeschlossen. Hier werden die Abfahrtszeiten der nächsten Bus- und Straßenbahnverbindungen angezeigt und eine „Ampel“, ob man sie noch erreicht, wenn man jetzt losgeht. Außerdem wird der Raspberry Pi mit einem Temperatur- und einem Luftfreuchtigkeitsfühler ausgestattet. Diese Informationen werden visualisiert. Hier soll ebenfalls eine „Ampel“ angezeigt werden, ob die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist und gelüftet werden muss. Außerdem könnte noch angezeigt werden, welcher Müll als nächstes abgeholt wird. Eventuell können auch Daten vom Smart-Meter (Stromzähler) abgegriffen werden. Dann wäre der aktuelle Stromverbrauch im Haus immer offensichtlich. Das könnte beim Stromsparen helfen.

Haus-Automatisierung
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist Haus-Automatisierung. Steckdosen und evtl. auch Leuchten könnten z.B. via smartphone auf dem Raspberry-Pi (Web-interface) gesteuert werden. Hierfür werden entsprechend steuerbare Steckdosen mit DIP Schalter(!) benötigt, die es aber schon günstig zu kaufen gibt: Brennenstuhl Comfort RCS 1000N Funkschalt Se. Für die Heizkörperregelung wäre die Funksteuerung ebenfalls möglich, allerdings sind entsprechende Thermostate am Heizkörper etwas teurer und zudem ist unsere Zentralheizung selbst schon auf bestimmte Uhrzeiten programmiert. Die Notwendigkeit für eine weitere Steuerungsmöglichkeit ist also fraglich. Man kann mit dem raspberry pi auch eigene Alarmanlagen realisieren, wobei ich darauf nicht allzu sehr vertrauen würde.

Das Info-Center könnte man als „Spiegel“ konstruieren: Raspberry Pi Mirror. Diese Lösung ist mir aber etwas zu kostspielig, da hier ein anständiger Monitor für zerlegt wird. Interessanter wäre das Recycling eines alten Kindle-E-Readers von amazon, der per Jailbreak als Monitor umfunktionalisiert werden kann. Der Kindle hat den Vorteil, auch bei Sonneneinstrahlung ablesbar zu sein (vor allem der Paperwhite) und lange Zeit ohne Stromversorgung auszukommen.

2 Comments

  1. Sebastian Drachenberg

    Hallo Niels,
    dein Beitrag zur Haus-Automatisierung hat mich inspiriert! Wir stehen kurz vor dem Erwerb einer Immobilie. Zur Optimierung der Energiekosten stelle ich Überlegungen an, ob sich der Einsatz eines solchen Systems lohnt. Auch der Komfort der Bedienung via Smartphone sowie der Spaß am Basteln sind natürlich zu berücksichtigende Aspekte. Falls du Interesse hast, werde ich dich auf dem Laufenden halten und dich über ein mögliches Projekt informieren.
    Beste Grüße, Sebastian

  2. Niels

    Klingt spannend. Für die Energiekosten wären über WLAN gesteuerte Heizkörperthermostate möglicherweise sinnvoll. Es gibt auch do it yourself-Lösungen mittels Raspberry Pi, die dem NEST von google (einem zentralen, selbsterlernenden Thermostat) nacheifern. Machbar ist auf jeden Fall einiges 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.